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Nach dem Studium - die besten Bewerbungsstrategien
Doris Brenner

Hochschule – und Tschüss: Sicher freuen Sie sich, bald auf eigenen Beinen zu stehen. Um erfolgreich in den Job starten zu können, bedarf es einer klaren Strategie. Man muss sich von anderen Bewerbern abheben. 




Gute Noten sind sicherlich ein Aspekt, mindestens genau so wichtig ist es jedoch, dass Sie den Eindruck vermitteln, eine klare Vorstellung von der angestrebten Tätigkeit zu besitzen. Dies kann Ihnen besonders gut gelingen, wenn Sie über einschlägige Praktika, Werkstudententätigkeiten oder Studien begleitenden Jobs bereits mit ähnlichen Aufgaben in Berührung gekommen sind. 

Das Anschreiben ist ein Werbebrief

Nutzen Sie die gewonnen Kenntnisse und Erfahrungen gezielt bei der Argumentation in Ihrem Anschreiben. Indem Sie an konkreten Aufgabenstellungen möglichst anschaulich schildern, was Sie gemacht haben, werden Sie den Arbeitgeber für sich gewinnen können. Schließlich reduzieren Sie bei ihm dadurch das Risiko einer Fehlbesetzung.

Häufig verwenden Absolventen ihr Anschreiben dazu, den Lebenslauf nochmals in Prosa-Form darzustellen. Dabei verkennen sie, dass das Anschreiben ein Werbebrief ist, bei dem es darum geht, die eigene Qualifikation in Bezug auf die Anforderungen der Stelle herauszuarbeiten. In der Fachsprache wird dies auch "Matching" genannt. Daraus ergibt sich von selbst, dass jedes Anschreiben individuell zu erstellen ist. "Cut und Paste" ist nicht so erfolgversprechend.

Persönliche Stärken belegen

Zeigen Sie, wo Ihre Stärken liegen. Wichtig ist, dass diese für den Adressaten nachvollziehbar beschrieben werden. Sie brauchen dabei nicht in Selbstlob ergehen: Ich bin der Beste, Tollste, Größte - das wirkt wenig überzeugend und ist zumindest in unserem Kulturkreis auch nicht passend. Hier gilt Klasse statt Masse, also auch keine Auflistung von Schlagwörtern. 

Belegen Sie  Ihre Stärken und Erfolge anhand von Beispielen. Sofern Sie keine Beispiele aus der Berufswelt haben, können auch Erfahrungen aus ehrenamtlichem Engagement z.B. Leitung von Jugendgruppen, Mitarbeit im Vereinsvorstand, Tätigkeiten an der Hochschule oder auch aus dem privaten Umfeld herangezogen werden.

Im Lebenslauf Übersichtlichkeit und Transparenz beachten

Der Lebenslauf sollte eine strukturierte Übersicht Ihres bisherigen Werdegangs darstellen. Dabei hat sich die tabellarische Form besonders bewährt, bei der Datumsangaben und Inhalte in getrennten Spalten dargestellt werden.

Beispiel:




Ob Sie nach den persönlichen Daten chronologisch starten, also Schule, Bundeswehr oder Zivildienst, Studium, Praxiserfahrung und Zusatzqualifikationen oder mit der aktuellen Situation beginnen, ist individuell zu entscheiden. Während bei berufserfahrenen Bewerbern in der Regel mit der letzten Berufstätigkeit begonnen werden sollte, ist bei Hochschulabsolventen grundsätzlich beides möglich. 

Wichtig ist nur, dass möglichst keine Lücken oder Widersprüche vorhanden sind. Wer z.B. nach dem Studium eine Weltreise gemacht hat, sollte dies ruhig erwähnen und nicht den Zeitraum einfach offen lassen.

Das Foto – nach wie vor erwünscht

Auch wenn Unternehmen aufgrund des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes (AGG) keine Bewerberfotos mehr anfordern dürfen, sind diese doch nach wie vor sehr gerne gesehen. Achten Sie darauf, dass Sie bei einem guten Fotografen Bilder erstellen lassen, bei denen Sie eine positive Ausstrahlung haben. 

Ob farbig oder schwarzweiß ist dabei sehr individuell zu entscheiden. Sparen Sie nicht am falschen Fleck, indem Sie Fotos selbst einscannen, sondern lassen Sie sich vom Fotografen die Bilder auf einem Datenträger geben, auch wenn dies mit Mehrkosten verbunden ist. So vermeiden Sie Qualitätsverluste.

Referenzen gewinnen an Bedeutung

Sofern Sie bereits über ein Zeugnis Ihres Studienabschlusses verfügen, sollten dieses auf jeden Fall Ihren Unterlagen beifügen. Sofern dieses noch nicht vorliegt, kann das Vordiplom und ein Notenspiegel der bisherigen Leistungen mitgeschickt werden. Auch Zeugnisse aus praktischen Tätigkeiten sind sinnvoll, allerdings gewinnen zunehmend Referenzen an Bedeutung. Diese können entweder in Form eines Empfehlungsschreibens beigefügt  werden. 

Noch wirkungsvoller ist die Nennung eines Referenzgebers, der bereit ist auch telefonisch Auskunft über Ihre erbrachten Leistungen und Ihr Verhalten zu geben. Also überlegen Sie sich, wen Sie hier nennen könnten.

Bewerberportale und ihre Tücken

Immer mehr Unternehmen versuchen Ihre Rekrutierungsprozesse stärker zu strukturieren und ausschließlich Onlinebewerbungen zu akzeptieren. Gerade bei Hochschulabsolventen wird teilweise nur noch die Möglichkeit geboten, sich über so genannte Bewerberportale zu bewerben. Dies bedeutet, dass Sie Ihre Daten in vorgegebene Masken eingeben müssen. Das kann teilweise recht mühsam und zeitaufwendig sein. 

Wichtig ist, dass Sie darauf achten, Schlüsselwörter, die als Anforderungskriterien der Position besonders hervorgehoben werden, auch in Ihrer Bewerbung zu berücksichtigen. So ist es z.B. bei bestimmten Programmiersprachen oder auch Fremdsprachenkenntnissen durchaus möglich, dass bereits Vorfilter danach aussortieren.

Alle Dateien in ein PDF-Dokument

Sofern Sie eine E-Mail-Bewerbung verschicken, sich also elektronisch bewerben aber nicht über ein Bewerberportal gehen, sollten Sie alle Dateien (Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse ) am besten in einem PDF-Dokument verschicken. 

Die E-Mail selbst kann dann ganz kurz gehalten werden. Das Datenvolumen sollte 3 MB nicht übersteigen, da Sie sonst Gefahr laufen, dass Ihre Bewerbung in der Firewall des Unternehmens hängen bleibt.

Individualität und Eigeninitiative sind gefragt

Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Standardisierung des Bewerbungsprozesses, sollten Sie versuchen, individuelle Wege zu gehen. Der Besuch einer Rekrutierungsmesse, bei der Sie bereits mit  Unternehmensvertretern ins Gespräch kommen können, ist eine gute Möglichkeit. Auch die Mitgliedschaft in Berufsverbänden bietet unzählige Ansatzpunkte, um wichtige Kontakte zu Unternehmensvertretern zu bekommen. 

Viele Unternehmen verstärken auch Ihre On-Campus-Recruiting Aktivitäten, kommen also direkt an Hochschulen, um dort den Kontakt zu interessanten Kandidaten zu finden. Nutzen Sie diese Chancen, um sich nicht nur als Datenfile sondern als Person präsentieren zu können. Brave Bewerber kommen in die Datenbank, aktive Kandidaten ins Vorstellungsgespräch.

(Bild: Monkey Business, Fotolia.com)


Doris Brenner ist freie Beraterin mit den Schwerpunkten Personalentwicklung und Karriereberatung. Ihre Veröffentlichungen zu den Themen Bewerbung, Testverfahren, Berufsplanung und Arbeitstechniken sind in einer Gesamtauflage über 600.000 Exemplaren erschienen.

www.karriereabc.de
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